Die Alkoholkrankheit entwickelt sich in verschiedenen Phasen.
Diese können durch bestimmte Symptome erkannt werden.

I. Die voralkoholische symptomatische Phase

Befriedigende Erleichterung
Der erste Beginn des Genusses alkoholischer Getränke ist beim Süchtigen immer sozial motiviert. Im Gegensatz zum durchschnittlich sozialen Trinker empfindet der spätere Alkoholiker jedoch bald eine befriedigende Erleichterung im Trinken. In diesem Fall ist die Erleichterung stark gekennzeichnet, weil entweder seine Spannungen viel größer sind als bei anderen oder er hat nicht, wie andere, gelernt, seine Spannungen in der Hand zu behalten.

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II. Die Vorläufer-Phase (Prodomale Phase)

Erinnerungslücken
Die prodomale Phase der Sucht wird eingeleitet durch plötzlich auftretende Erinnerungslücken, von Amnesien. Diese Gedächtnislücken können auftauchen ohne Anzeichen von Trunkenheit. Der Trinker, der nicht mehr als 50-60 g Alkohol getrunken zu haben braucht, kann eine vernünftige Unterhaltung führen, schwierige Arbeiten leisten, ohne am nächsten Tag eine Spur von Erinnerung daran zu haben; wenn auch manchmal ein oder zwei Einzelheiten ins Gedächtnis zurückgerufen werden können. Bier, Wein und Spirituosen beginnen jetzt praktisch aufzuhören, Getränke zu sein sondern werden vielmehr eine "Medizin", der Trinker braucht.

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III. Die kritische Phase

Verlust der Kontrolle
Kontrollverlust bedeutet, dass bereits nach einer kleinen Menge Alkohol im Körper ein Verlangen nach "mehr" entsteht. Dieses Verlangen hält solange an, bis der Trinker zu betrunken oder zu krank ist für eine weitere Alkoholaufnahme.

Nach Genesung vom Rausch ist es nicht der Kontrollverlust, sondern es sind die ursprünglichen Konflikte oder ein geselliger Anlass,

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IV. Die chronische Phase

Das Ende: Alkohol zerstört den Menschen

Verlängerter Rausch
Die alles beherrschende Rolle des Alkohols und das Verlangen ("Craving") durch morgendliches Trinken brechen schließlich jeden Widerstand des Süchtigen. Er findet sich tagsüber und mitten in der Woche schwer betrunken. In diesem Stadium verharrt er einige Tage, bis er völlig unfähig ist, irgend etwas zu unternehmen.

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