2.  Wann ist man ein Alkoholiker?

Diese Frage kann eigentlich nur jeder für sich selber beantworten.

Alkoholiker sind exzessive Trinker, deren Abhängigkeit vom Alkohol einen solchen Grad erreicht hat, dass sie deutliche (geistige) Störungen und Konflikte in ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit aufweisen.
 
Sie erhalten Probleme in ihren mitmenschlichen Beziehungen und ihren sozialen und wirtschaftlichen Funktionen; oder sie zeigen Prodome (Vorläufer) einer solchen Entwicklung. Deshalb brauchen sie Behandlungen denn man darf  nicht die Gefahren für die körperliche und geistige Gesundheit unterschätzen.
 
Bei großen Mengen Alkohol werden immer Organe geschädigt, auch wenn es meistens, bei zeitlich begrenztem Missbrauch, reparabel ist.

Es sind deutlich zwei Gruppen von Alkoholikern zu unterscheiden: süchtige und nichtsüchtige. Während sich bei der ersten Gruppe nach mehreren Jahren übermäßigen Trinkens "der Verlust der Kontrollierbarkeit" der Alkoholaufnahme einstellt, entwickelt sich dieses Phänomen bei der anderen Gruppe niemals. Die Gruppe mit dem "Kontrollverlust" wird "Alkoholsüchtige" genannt.

Viele Suchtmediziner und Therapeuten sagen, dass dann Alkoholismus vorliegt, wenn ein Mensch nach dem ersten Glas nicht aufhören kann zu trinken, sondern soviel trinken muss, bis er einen durch den Alkohol zufriedenen Zustand erreicht hat. Ich denke, dass diese Definition auch wirklich die treffendste ist, weil sie nicht die Mengen misst, die jemand trinkt. Denn die sind individuell so unterschiedlich wie auch das Trink- und Suchtverhalten jedes einzelnen Alkoholkranken. Oft trinken diese Menschen dann heimlich und alleine, organische Schäden und soziale Probleme sind dann zwangsläufige Folgen.